Trittschalldämmung – erhöhter Schallschutz und Wohnkomfort

Planen Sie einen neuen Boden zu verlegen? Haben Sie sich schon Gedanken über eine Trittschalldämmung gemacht? Bei welchen Bodenbelägen eine Trittschalldämmung empfehlenswert ist und welches Dämmmaterial infrage kommt erfahren Sie in diesem Beitrag.

Störfaktor Trittschall

Als Trittschall wird der Schall bzw. Körperschall bezeichnet, welcher durch das Begehen von Fußböden und Treppen, laufenden Waschmaschinen oder anderen Haushaltsgeräten sowie Stühlerücken entsteht. Der verursachte Schall wird durch Körperschallübertragung in angrenzten Räumen wahrgenommen. Durch die Verlegung einer Trittschalldämmung unterhalb des Bodenbelags kann der Trittschall verringert und der Wohnkomfort deutlich gesteigert werden. Jedoch muss auch zwischen dem Geh- und Trittschall unterschieden werden. Der Gehschall beeinflusst die Wahrnehmung des Trittschalls, der Unterschied besteht aber darin, dass der Trittschall den in angrenzten Räumen wahrgenommenen Schall bezeichnet und der Gehschall das als störend wahrgenommene Geräusch im Raum beschreibt. Durch den Einbau einer angemessenen Trittschalldämmung kann auch der Gehschall um bis zu 30 Prozent reduziert werden, da eine Trittschalldämmung dafür sorgt, dass der Geräuschpegel sowohl im Raum als auch in den angrenzten Räumen reduziert wird und weniger Geräusche durch das Begehen des Bodens entstehen. Bei Neubauten wird die Verlegung einer Trittschalldämmung in der DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ geregelt.

Was ist eine Trittschalldämmung

Eine Trittschalldämmung ist ein Bestandteil eines modernen Bodenaufbaus und sorgt für einen verbesserten Schallschutz in Ihrer Immobile. Bei der Dämmung gegen den Trittschall können Sie zwischen unterschiedlichen Formen (z.B. Rollen oder Platten) und verschiedenen Dämmmaterialen (z.B. EPS oder PE) wählen. Da eine Trittschalldämmung nur eine Schicht im gesamten Bodenaufbau darstellt, muss darauf geachtet werden, dass die unterschiedlichen Schichten miteinander kompatibel sind und die gewünschte Aufbauhöhe als auch Dämmstärke erreicht wird. Eine Faustregel lautet: Je härter der Bodenbelag, desto dicker sollte die Trittschalldämmung sein.

Wann kommt eine Trittschalldämmung zum Einsatz

Wenn Sie planen Ihren Bodenbelag schwimmend zu verlegen, ist eine Trittschalldämmung in den meisten Fällen zu empfehlen. Man spricht von einer schwimmenden Verlegung, wenn der Bodenbelag nicht durch Kleber oder Schrauben fixiert wird und keinerlei Kontakt zu Wänden oder dem Untergrund hat. Durch die Verwendung einer Trittschalldämmung unterhalb des Bodenbelages wird die Geräuschentwicklung stark gedämpft und somit der Wohnkomfort erhöht. Eine Kombination aus schwimmend verlegten Bodenbeläge, wie beispielsweise Laminat, und einer Trittschalldämmung bietet sich in der Regel an, da diese nicht mit dem Boden verklebten Beläge bei jedem Schritt leicht mitfedern. Sie wirken wie Resonanzkörper und verstärken den Trittschall durch die Übertragung auf den darunterliegenden Estrich.

Welche Dämmstoffe kommen für eine Trittschalldämmung infrage?

Eine Trittschalldämmung kann mit unterschiedlichen Dämmmaterialen vorgenommen werden. Die trittschalldämmende Wirksamkeit von Dämmstoffen wird durch die dynamische Steifigkeit s ausgedrückt und ist nach DIN 4109 Anforderungen und Nachweise in Steifigkeitsgruppen von 10 bis 90 eingeteilt. Dabei gilt: Je kleiner der Zahlenwert ausfällt, desto besser ist die Trittschalldämmung des Bauteils. Je nach Trittschalldämmung haben die verschiedenen Produkte spezielle Eigenschaften, wie zum Beispiel gute Ausgleichsmöglichkeiten bei Unebenheiten im Untergrund, hohe Dämmeigenschaften für Tritt- oder Gehschall, gute Wärmeisolierung oder eine hohe Druckstabilität, welche gewährleistet, dass auch sehr schwere Einrichtungsgegenstände und Möbelstücke auf dem Bodenbelag gestellt werden können.

Trittschalldämmung aus PE (Polyethylen)

  • Geficell PE TDZ - 6.0-1.0 Trittschalldämmung

Die Kingspan Gefinex Geficell Trittschalldämmung aus feinem, geschlossenzelligen PE- Schaum erreicht ein Trittschallverbesserungsmaß von bis zu 19 dB. Die Trittschalldämmung Geficell PE TDZ wird im Wohnungsbau unter schwimmenden Estrich nach DIN 18560 Teil 2 verlegt.

  • Einsetzbar für Verkehrslasten bis 2kN/ m²
  • Zusammendrückbarkeit = 1mm
  • Brandverhalten nach DIN 4102-1 = B2
  • hohe Funktionalität
  • wärmedämmend, schallentkoppelnd, feuchtesperrend
  • schnelle und zeitsparende Verarbeitung
  • umwelt- und gesundheitsbewusst
  • URSA Trittschalldämmplatte TSP

Trittschalldämmung aus Mineralwolle

  • URSA Trittschalldämmplatte TSP

Die hochverdichtete Trittschalldämmplate aus Mineralwolle eignet sich für die Innendämmung der Decke unterhalb des Estrichs (auch Nassestrich) und zeichnet sich durch eine erhöhte Zusammendrückbarkeit aus (DES-sh). Zwischen der Trittschalldämmplatte und dem Estrich ist eine Trennlage (PE-Folie) zu verlegen.

  • schalldämmend (AFr ≥5)
  • Zusammendrückbarkeit (CP ≤5)
  • wärmedämmend (Wärmeleitfähigkeit λ = 0,035 W/(m·K))
  • nichtbrennbar (Euroklasse A1 nach DIN EN 13501-1)
  • glimmt nicht (DIN 4102-1)
  • diffusionsoffen (μ = 1)
  • freigezeichnet - RAL-Gütezeichen
  • umweltfreundlich - Blauer Engel
  • EPS Trittschall – Dämmplatten

Trittschalldämmung aus EPS, Styropor

  • EPS Trittschall – Dämmplatten

Die Trittschall-Dämmplatten aus hochwertigem, elastifiziertem Polystyrol-Hartschaum (EPS) entsprechend den Anforderungen an Luft-und Trittschallschutz nach DIN 4109. In Verbindung mit fachgerecht verlegten Randstreifen eignen sich EPS Trittschalldämmplatten für eine hervorragende Schall- und Wärmedämmung für Wohnungstrenndecken.

  • hohe Verkehrslast
  • optimaler Schallschutz
  • hervorragende Wärmedämmung
  • einfache Verarbeitung
  • alterungsbeständig
  • dauerelastisch

Welcher Bodenbelag benötigt eine Trittschalldämmung

Die unterschiedlichen Dämmstoffe haben neben einer trittschalldämmenden Wirkung noch weitere nützliche Eigenschaften. Eine Trittschalldämmung aus EPS oder Mineralwolle haben hervorragende wärmedämmende Eigenschaften und eignen sich besonders gut im Erdgeschoss oder Keller und tragen zusätzlich zum Senken der Heizkosten bei. Neben der Wärmedämmung spielt auch die Aufbauhöhe und Dämmstärke eine wichtige Rolle bei der Wahl des passenden Dämmmaterials.

Trittschalldämmung Laminat

Unterhalb es eines Laminatbodens, insbesondere einem hartem, ist es empfehlenswert eine Trittschalldämmung zu verlegen, da diese Art des Bodenbelags sehr empfindlich gegenüber Trittschallgeräuschen ist. Aufgrund der Härte des Bodenbelages und dem damit einhergehenden höheren Geräuschpegel durch den Trittschall ist eine ausreichende Trittschalldämmung von großer Bedeutung, um ein angenehmes Raumklima zu gewährleisten.  

Trittschalldämmung Parkett

Ähnlich wie bei Laminatböden ist es auch bei Parkettböden der Fall, dass je härter der Boden, desto dicker sollte eine Trittschalldämmung sein, um die Geräusche wirksam zu dämmen. Da das Parkett auch zu den harten Bodenbelägen zählt ist generell eine Trittschalldämmung zu empfehlen. 

Trittschalldämmung Vinyl oder Designböden

Der Vinylboden ist ein vergleichsweise weicher Bodenbelag und benötigt daher eine dünnere Trittschalldämmung, um eine ähnlich Wirkung zu erzielen. Vinyl-Boden ist die moderne Variante des klassischen PVC-Boden. Es gibt spezielle Trittschalldämmungen für Vinyl- und Designböden, die an die Anforderungen des Bodens perfekt angepasst sind. Ein Vorteil ist, dass der ohnehin dünne Boden durch die dünne Trittschalldämmung nur eine geringe Aufbauhöhe benötigt.

Sonderfall Fußbodenheizung

Die Kombination von Trittschalldämmung und Fußbodenheizung wurde in einem vorherigen Blogbeitrag besprochen. Hier können Sie die Besonderheiten nachlesen. Wenn Sie eine Fußbodenheizungen planen/haben und eine Trittschalldämmung einbauen möchten, dann ist es wichtig zu überprüfen, ob das Dämmmaterial in Kombination mit einer Fußbodenheizung geeignet ist.

Ihr Team von 1a Dämmstoffe

Falls Sie Fragen rund ums Dämmen und Isolieren oder zu bestimmten Artikel haben, dann können Sie uns jederzeit eine Email schreiben oder uns unter der 06181/6711-222 anrufen.


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