Wissenswertes über Dämmstoffe

Sie planen ein Dämmprojekt, wissen jedoch nicht welche Dämmstoffe Sie dafür benötigen? Oder möchten Sie sich vielleicht über die verschiedenen Eigenschaften der unterschiedlichen Dämmmaterialen informieren, dann lesen Sie den folgenden Beitrag und  erfahren Sie darüber mehr.

Dämmstoffe & Dämmmaterial: Kategorien

Dämmstoffe können auf unterschiedliche Weisen klassifiziert werden; nach ihren Eigenschaften, nach den verwendeten Materialen oder den Anwendungsbereichen. Die Gemeinsamkeit bei Dämmstoffen ist das Verhältnis von geringem Gewicht bei gleichzeitig großem Volumen, dieses besteht aufgrund der kleinen oder kleinsten Hohlräume in den Materialen. Die einfachste Kategorisierungsart erfolgt nach dem Material des Dämmstoffes. Es gibt mineralische, synthetische oder pflanzliche Dämmmaterialen. Zu den mineralischen Dämmstoffen zählen Glas- und Steinwolle, Schaumglas sowie Mineralschaum. Hartschaumplatten aus Polyurethan oder Dämmmatten aus Polyester (dazu zählen die Hartschaumplatten XPS und EPS) gehören zu den synthetischen Dämmmaterialen. Mineralfaser Produkte sind eine Mischform und können als synthetisch-mineralische Dämmstoffe klassifiziert werden. Pflanzliche Dämmstoffe werden unter anderem aus Baumwolle, Kork, Hanf oder Holzfasern gefertigt. Nachfolgend stellen wir Ihnen ausgewählte Dämmmaterialen vor.

Dämmstoff

Eigenschaften

Wärmeleitfähigkeit  λ W/(m·K)

Baustoffklasse

Wasserdampf-diffusionswiderstand μ

Lieferform

Anwendung

Mineralwolle

Glaswolle

Glas- und Steinwolle sind diffusionsoffen, nicht-brennbar sowie gegen Schimmel, Fäulnis und Ungeziefer resistent. Beide Dämmstoffe besitzen eine gute Wärmeleitfähigkeit, jedoch eine geringe Wärmespeicherfähigkeit. Sie sind leicht zu verarbeiten und vielseitig einsetzbar. Steinwolle besitzt meist einen höheren Schmelzpunkt als Glaswolle (>1000°C).

0,035-0,045

A 2 nicht-brennbar

1-2

Matte, Filz

Dach, Fassade (WDVS), Estrich

Steinwolle

0,035-0,045

A 1, A 2 nicht-brennbar

1-2

Matte, Filz

Dach, Fassade, Estrich

Polystyrol

EPS

EPS-Hartschaumstoff ist ein überwiegend geschlossenzelliger Dämmstoff. Polystyrol-Partikelschaum  besitzt eine Wabenstruktur, verrottet nicht, ist wenig elastisch und feuchtebeständig. Die Wasseraufnahme beträgt < 5% (DIN 53 428). EPS ist nicht UV-beständig; die Oberfläche vergilbt und wird unter Sonneneinstrahlung spröde.

0,035-0,040

B 1 schwer-entflammbar

20-100

Platten

Estrich, Fassade (WDVS), Dach

XPS

Extrudierter Polystyrol-Hartschaum ist ein geschlossenzelliger Schaumstoff und nimmt nur geringe Mengen an Feuchtigkeit auf. XPS ist wenig elastisch, verrottungsfest und alterungsbeständig. Polystyrol-Extruderschaum ist nicht UV-beständig.

0,035-0,045

B 1 schwer-entflammbar

80-100

Platten

Kelleraußenwand (Perimeterdämmung), Flachdach, Umkehrdach, bei Feuchtbelastung

PUR-Hartschaum

Dämmstoffe aus PUR-Hartschaum sind überwiegend geschlossenzellige, harte Schaumstoffe. Die Geschlossenzelligkeit beträgt >90%. Polyurethan-Hartschaum ist alterungsbeständig, resistent gegen Schimmel und Fäulnis, verrottet nicht und hat keine Affinität zu weichmacherhaltigen Folien. Durch gasdiffusionsdichte Deckschichten erreicht PUR-Hartschaum eine WLG von 025.

0,020-0,030

B 2 schwer-entflammbar

30-150

Platten

Flachdach, Steildach (Aufsparrendämmung)

 

Wärmedämmung – welches Dämmmaterial und welche Kriterien sind entscheidend?

Das größte Anwendungsgebiet bei Dämmstoffen ist der Einsatz in der Wärmedämmung. Daher ist die Auswahl von unterschiedlichen Dämmmaterialen für diesen Verwendungszweck sehr groß. Welche Dämmstoffe sich für Ihr Bauvorhaben besonders gut eignen und auf welche Eigenschaften Sie besonders achten sollten, zeigen wir Ihnen nachfolgend auf. Die Beschaffenheit des Dämmmaterials ist sehr wichtig, da die verschiedenen Formen die Verwendung des Dämmmaterials diktieren. Feste Platten, flexible Matten oder loses Schüttgut sind nur ein Auszug aus den vorhandenen Erscheinungsformen. Nachdem Sie die passende Form für Ihr Projekt ausgewählt haben, sollten Sie diese Produkte anhand der für die Wärmedämmung wichtigen Eigenschaften beurteilen. Besonders hervorzuheben ist die Wärmeleitfähigkeit der Dämmstoffe. Eine Faustregel besagt, dass die Dämmfähigkeit eines Materials umso besser ist, je kleiner der Wert ist. Die Wärmeleitfähigkeit eines Dämmstoffes ist abhängig von:

  • der Wärmeleitfähigkeit des Grundstoffs,
  • der Anzahl, Anordnung und Größe der Poren
  • der Rohdichte (Gewicht des Dämmstoffs dividiert durch das entsprechende Volumen) und
  • der Feuchtigkeit des Wärmedämmstoffs.

Damit Dämmstoffe in diesem Kriterium schnell eingeschätzt werden können, wird jedem Dämmmaterial eine so genannte Wärmeleitfähigkeitsgruppe zugeordnet. Neben der Wärmeleitfähigkeit sind folgende Eigenschaften des Dämmstoffes bei der Auswahl des passenden Dämmmaterials zu beachten:

  • Schallschutzeigenschaften
  • Grad der möglichen Verformung
  • Zugfähigkeit
  • Druckbelastbarkeit
  • Grad der Wasseraufnahme

Eine besondere Rolle spielt der Brandschutz des Dämmmaterials, hervorzuheben ist die Anwendung in Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) wie auch in der Innendämmung. Dämmstoffe und das aus ihnen hergestellte Dämmmaterial, das in der  Wärmedämmung Anwendung findet, wird mit diversen Untergruppen in die Baustoffklassen „A“ (nicht brennbar) und „B“ (entflammbar) eingeteilt. Die Untergruppe Klasse B1 stuft beispielsweise einen Dämmstoff als schwer entflammbar ein. Aufgrund der leichten Entflammbarkeit ist der Einsatz von Dämmstoffen der Klasse B3 beim Bau untersagt.

Falls Sie fragen zu den einzelnen Dämmstoffen haben oder Sie sich nicht sicher sind, ob das von Ihnen ausgewählte Dämmmaterial für Ihr Bauvorhaben das richtige ist, können Sie sich gerne an uns wenden.

Ihr Team von 1a Dämmstoffe

Falls Sie Fragen rund ums Dämmen und Isolieren oder zu bestimmten Artikel haben, dann können Sie uns jederzeit eine Email schreiben oder uns unter der 06181/6711-222 anrufen.


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